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Website-Wechsel als Arzt: 7 Bedenken – und was wirklich dahintersteckt

Kevin Hofbauer6 Min. Lesezeit
Arzt sitzt selbstbewusst vor zwei Laptops mit verschiedenen Websites, modernes helles Büro mit orange-grüner Einrichtung

Die meisten niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wissen, dass ihre Website veraltet ist. Sie wissen, dass Patienten heute online suchen. Und trotzdem zögern sie – oft jahrelang. Das ist kein Unwissen, sondern nachvollziehbare Vorsicht. Dieser Artikel geht auf die sieben häufigsten Bedenken ein, die wir in Erstgesprächen hören, und erklärt, was wirklich dahintersteckt.

1. „Meine aktuelle Website funktioniert doch."

Das hören wir am häufigsten. Und in einem bestimmten Sinn stimmt es: Die Website ist online, hat ein Impressum, zeigt die Ordinationszeiten. Sie „funktioniert".

Die Frage ist nur: Funktioniert sie für Patienten, die Sie noch nicht kennen?

Fragen Sie einmal ChatGPT: „Welcher Facharzt für [Ihr Fach] in [Ihrer Stadt] hat gute Bewertungen?" Falls Ihr Name nicht in der Antwort auftaucht – und bei über 90 % der Ordinationen in Österreich ist das der Fall – dann funktioniert Ihre Website nur für Patienten, die Sie bereits kennen. Für alle anderen existieren Sie digital nicht.

Das Problem ist nicht der Inhalt Ihrer Website. Das Problem ist, dass die Website technisch nicht so aufgebaut ist, dass Suchmaschinen und KI-Systeme sie verstehen können.

2. „Ich verliere mein Google-Ranking, wenn ich die Website wechsle."

Diese Sorge ist berechtigt – und der häufigste Grund, warum ein Website-Wechsel aufgeschoben wird. Ein schlecht durchgeführter Relaunch kann tatsächlich Rankings kosten.

Ein professioneller Relaunch vermeidet das durch:

  • 301-Weiterleitungen: Jede alte URL wird auf die neue weitergeleitet. Google überträgt die Ranking-Signale.
  • Beibehaltung der URL-Struktur: Wo möglich, bleiben URLs gleich. Wo nicht, wird sauber weitergeleitet.
  • Search Console Überwachung: Nach dem Relaunch wird in der Google Search Console geprüft, ob alle Seiten korrekt indexiert werden.
  • Schema Markup: Strukturierte Daten geben Google zusätzliche Informationen, die Rankings stabilisieren oder sogar verbessern.

In der Praxis sehen wir bei professionellen Relaunches keine Ranking-Verluste, sondern innerhalb von 4–8 Wochen eine deutliche Verbesserung – weil die neue Website technisch sauberer, schneller und besser strukturiert ist als die alte.

3. „Ich habe keine Zeit, mich um eine neue Website zu kümmern."

Das verstehen wir. Zwischen Patienten, Dokumentation, Fortbildung und Privatleben bleibt wenig Raum für ein Digitalprojekt.

Deshalb ist der Zeitaufwand für Sie bei einer professionellen Umsetzung minimal:

  • Erstgespräch: 30 Minuten, einmalig.
  • Inhalts-Freigabe: Wir erstellen alle Texte auf Basis einer Fachrecherche. Sie lesen gegen und geben frei. Aufwand: 1–2 Stunden.
  • Fotos: Entweder vorhandene Bilder oder ein Fototermin (1 Stunde, optional).
  • Launch: Wir kümmern uns um Technik, Domain, Hosting, Schema Markup, Google Business.

Gesamtaufwand für Sie: 3–4 Stunden über den gesamten Projektzeitraum. Alles andere übernehmen wir.

4. „Webagenturen sind teuer und man weiß nie, was man bekommt."

Schlechte Erfahrungen mit Agenturen sind in der Ärzteschaft weit verbreitet. Typische Probleme: unklare Preise, endlose Nachforderungen, Ergebnisse die nicht dem Entwurf entsprechen, mangelhafter Support nach dem Launch.

So lässt sich das vermeiden:

  • Festpreise statt Stundenbasis: Ein seriöser Anbieter nennt vorab einen Fixpreis für ein klar definiertes Leistungspaket. Nachträgliche Kosten gibt es nur, wenn Sie zusätzliche Leistungen wünschen.
  • Schriftliches Angebot: Alle Leistungen, Zeitrahmen und Kosten schriftlich vor Projektstart.
  • Referenzen: Bestehende Arzt-Websites als Arbeitsproben. Kein Arzt sollte der erste Kunde einer Agentur in der Medizinbranche sein.
  • 12 Monate Betreuung: Seriöse Anbieter inkludieren technische Betreuung nach dem Launch.

Bei mypraxis.at arbeiten wir mit transparenten Festpreisen: 3.900 € (Praxis-Website) oder 7.500 € (Digitale Positionierung). Keine versteckten Kosten.

5. „DSGVO und ÖÄK-Richtlinien machen alles kompliziert."

Stimmt – und genau deshalb sollte die Website nicht selbst oder von einem fachfremden Webdesigner erstellt werden.

Die relevanten regulatorischen Anforderungen für Arzt-Websites in Österreich:

  • DSGVO: Datenschutzerklärung, Cookie-Consent-Banner, verschlüsselte Datenübertragung (SSL), Auftragsverarbeiterverträge mit Hosting-Anbietern.
  • ÖÄK-Werberichtlinien: Keine vergleichende Werbung, keine Erfolgsversprechen, keine Superlative wie „bester" oder „führender", sachliche Darstellung der Leistungen.
  • Impressumspflicht: Vollständiger Name, Adresse, ÖÄK-Zugehörigkeit, UID-Nummer.
  • Barrierefreiheitsgesetz (BaFG): Seit 28. Juni 2025 müssen bestimmte digitale Dienstleistungen WCAG 2.2 Level AA erfüllen. Wenn Sie Online-Terminbuchung anbieten, betrifft Sie das.

Ein auf Ärzte spezialisierter Anbieter kennt diese Anforderungen und setzt sie von Anfang an korrekt um. Sie müssen sich nicht einlesen – Sie konzentrieren sich auf Ihre Patienten.

6. „KI ist Hype. Google reicht."

Google reicht – noch. Aber die Nutzung von KI-Systemen für die Arztsuche wächst schnell.

Aktuelle Entwicklungen:

  • Google AI Overviews erscheinen mittlerweile bei bis zu 60 % der Suchanfragen. Das sind KI-generierte Zusammenfassungen, die über den normalen Suchergebnissen stehen.
  • ChatGPT hat über 800 Millionen wöchentliche Nutzer weltweit. Immer mehr davon fragen nach Ärzten, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten.
  • Perplexity.ai wächst als „Antwortmaschine" und zitiert Quellen direkt – wer nicht als Quelle erkannt wird, existiert nicht.
  • Apple hat angekündigt, Claude (von Anthropic) in Safari zu integrieren. Jeder iPhone-Nutzer wird bald direkt im Browser KI-Antworten erhalten.

Die Frage ist nicht, ob KI-Systeme für die Patientensuche relevant werden. Die Frage ist, ob Ihre Ordination sichtbar ist, wenn es so weit ist. Die technische Grundlage dafür – Schema Markup, strukturierte Daten, llms.txt – muss jetzt gelegt werden, nicht erst wenn alle darüber sprechen.

7. „Ich warte, bis die neue Praxissoftware das mitbringt."

Manche Praxissoftware-Anbieter bieten Website-Module an. In der Praxis sind diese aber stark eingeschränkt:

  • Kein individuelles Design: Standardtemplates, oft mit dem Logo des Softwareanbieters.
  • Kein SEO: Keine Kontrolle über Meta-Tags, URL-Struktur oder Schema Markup.
  • Keine KI-Readiness: Kein llms.txt, keine strukturierten Daten für KI-Systeme.
  • Vendor Lock-in: Die Website gehört dem Softwareanbieter, nicht Ihnen. Wechsel der Praxissoftware = Website weg.

Eine eigenständige Website, die Ihnen gehört und auf Ihre Positionierung zugeschnitten ist, wird durch kein Softwaremodul ersetzt.

Was sich 2026 für Ärzte geändert hat

Drei Entwicklungen machen eine professionelle Online-Präsenz 2026 dringlicher als je zuvor:

  1. KI wird zum Gatekeeper. Wenn ein Patient ChatGPT oder Google AI fragt „Welcher Dermatologe in Salzburg?", werden nur Ordinationen genannt, deren Websites technisch dafür aufbereitet sind. Das betrifft aktuell weniger als 10 % aller Ordinationen.

  2. Die KMU.DIGITAL Förderung macht den Einstieg günstig. 30 % Rückerstattung bei max. 6.000 €. In Ärztezentren kann jeder Arzt seinen eigenen Antrag stellen – bei 10 Ärzten sind das bis zu 60.000 € Förderung.

  3. Das Barrierefreiheitsgesetz schafft neue Pflichten. Seit Juni 2025 müssen Websites mit Online-Terminbuchung barrierefrei sein. Viele bestehende Websites erfüllen diese Anforderung nicht.

Nächster Schritt

Wenn Sie sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennen, ist das normal. Die meisten unserer Kunden hatten die gleichen Bedenken. Der einfachste nächste Schritt: ein unverbindliches Erstgespräch. 30 Minuten, kostenlos. Wir schauen uns Ihre aktuelle Situation an und sagen Ihnen ehrlich, ob und was sich lohnt.


Häufige Fragen

Verliere ich Patienten während des Website-Wechsels? Nein. Die alte Website bleibt online, bis die neue fertig ist. Der Umschaltvorgang dauert Minuten. Durch 301-Weiterleitungen gehen keine Rankings verloren.

Was passiert mit meiner bestehenden Domain? Ihre Domain (z.B. dr-name.at) bleibt Ihre. Wir verbinden sie mit der neuen Website. Falls Sie noch keine eigene Domain haben, registrieren wir eine für Sie.

Kann ich Inhalte meiner alten Website übernehmen? Ja. Gute Texte und Bilder übernehmen wir. In den meisten Fällen überarbeiten oder ersetzen wir die Texte aber, weil sie nicht für Suchmaschinen und KI optimiert sind.

Was ist, wenn ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin? Sie sehen die Website vor dem Launch und geben sie frei. Änderungswünsche werden im Rahmen des vereinbarten Umfangs umgesetzt. Erst wenn Sie zufrieden sind, geht die Seite online.

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